An Ostern feiern die Menschen christlichen Glaubens die Auferstehung Jesu Christi von den Toten. Dabei fällt das Datum des Festes der „Ostkirche“ und der „Westkirche“ aufgrund unterschiedlicher Berechnungsmethoden meistens auf verschiedene Sonntage. Die Ostkirche richtet sich nach dem älteren julianischen Kalender aus dem 1. Jahrhundert vor Christus, während das Osterfest der Westkirche nach dem gregorianischen Kalender aus dem 16. Jahrhundert nach Christus ermittelt wird.
Eigentlich müsste das Osterfest in der gesamten Christenheit einheitlich gefeiert werden. Denn auf dem Konzil von Nizäa im Jahre 325 war beschlossen worden, dass Ostern für alle Christen an demselben Tag stattfinden sollte. Die Trennung zwischen Ost- und Westkirche im 11. Jahrhundert brachte dann das unterschiedliche Datum des Osterfestes hervor – ein Widerspruch zum Konzilsbeschluss.
Im Jahr 2025 nun fielen die Osterfeste der Ost- und der Westkirche auf das gleiche Datum, sodass Ostern gemeinsam gefeiert werden konnte – in einem Jubiläumsjahr: 1.700 Jahre nach dem Konzil und Glaubensbekenntnis von Nizäa.
Aus diesem Anlass hatte die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) am zweiten Ostertag zu einem ökumenischen Gottesdienst eingeladen. Der Gottesdienst wurde mit einer beeindruckenden Vielfalt christlicher Konfessionen sowie Sprachen in der Aegidienkirche gefeiert. Die Neuapostolische Kirche war durch Bezirksevangelist Thomas Sperling vertreten.
Im Verlauf des Gottesdienstes erhielt jeder Teilnehmer ein Licht der am Osterfeuer entzündeten Kerze. Damit wurde das Osterlicht zu einem Licht des Einzelnen – ein starkes Zeichen der Verbundenheit und Zusammengehörigkeit aller Christen. Trotz Vielfalt und Unterschiedlichkeit der Konfessionen wurde gemeinsam die Auferstehung Jesu Christi gefeiert! Mit einem Licht der Hoffnung, der Auferstehung und der Freude konnte jeder in die Zukunft gehen.
Neuapostolische Kirche